Money, Methods and Morals: What are Development Economists up to?

Do you ask yourself where our discipline is heading? In a special issue of the Review of Development Economics, we want to debate the current trends and the future directions in development economics. This is an open call for submissions on research methods, ethics and finance. The co-editors are Anke Hoeffler and Reetika Khera.

Link to the call: https://onlinelibrary.wiley.com/journal/14679361.

More information can be found here.

Vergabe Förderpreis 2022

Der Entwicklungsökonomische Ausschuss des Vereins für Socialpolitik vergibt in enger Kooperation mit der KfW Entwicklungsbank den Förderpreis 2022 für praxisrelevante Entwicklungsforschung. Ziel ist die Förderung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Praxis sowie der Entwicklungsforschung im deutschsprachigen Raum.

Der Preis für Nachwuchswissenschaftler:innen prämiert drei deutsch- oder englischsprachige Doktorarbeiten aus dem Bereich der Entwicklungsforschung in den Sozialwissenschaften, die wissenschaftliche Exzellenz und Praxisrelevanz für die Entwicklungspolitik vereinen. Die Auswahl erfolgt durch eine unabhängige Kommission, die sich aus Vertreter:innen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und der KfW Entwicklungsbank zusammensetzt. Verliehen wird der Preis im Rahmen der nächsten Jahreskonferenz des Entwicklungsökonomischen Ausschusses am 9. und 10. Juni 2022 in Hohenheim.

Bewerbungsschluss war der 15. Februar 2022. Weitere Informationen können der Ausschreibung und der Seite des Förderpreises entnommen werden.


Forschung der Mitglieder

Steinkamp, Sven and Frank Westermann, „Development aid and illicit capital flight: Evidence from Nepal“, The World Economy, September 2021, DOI: 10.1111/twec.13208.
Quelle: Grafik aus Working-Paper-Fassung (IEW WP #121)

Obwohl illegale Kapitalflucht eine große Herausforderung für wirtschaftspolitische Entscheidungsträger in Entwicklungsländern darstellt, gibt es bislang nur wenig Forschungsergebnisse zum möglichen Zusammenhang von Kapitalflucht und Entwicklungshilfe. In unseren Artikel greifen wir das Thema mit Hilfe von Daten aus Nepal auf, einem typischen Entwicklungsland mit geschlossenen Kapitalmärkten und einer großen Abhängigkeit von Ressourcen aus dem Ausland. Der wesentliche Beitrag unseres Ansatzes ist die Nutzung eines eng definierten Proxys für Kapitalflucht, der auf für Transportkosten bereinigten Diskrepanzen in den Handelsstatistiken Nepals und seiner Handelspartner beruht. Darüber hinaus nutzen wir eine enge Definition von Entwicklungshilfe, die nur die Geldüberweisungen, aber nicht die Sachbeihilfen beinhaltet. Wir dokumentieren in unserer Studie einen robuste (positive) partielle Korrelation zwischen Kapitalflucht und Entwicklungshilfe, die ökonomisch und statistisch signifikant ist. Interessanterweise lässt sich dieselbe positive Korrelation nicht bestätigen, wenn statt der Entwicklungshilfe Daten zu privaten Rücküberweisungen (Remissen) genutzt werden, die ebenfalls Kapitalzuflüssen in Fremdwährung sind, mit denen plausibler Weise aber keine Kapitalflucht-Motivation verbunden ist. Weiterhin zeigen wir, dass die Korrelation bei Geldüberweisungen, aber nicht bei Sachbeihilfen signifikant ist. Gleiches gilt auch für internationale oder IWF-Kredite. Schließlich zeigt sich die Korrelation nur im dem Kapitalfluchtproxy, der aus der Unterbewertung von Exporten berechnet wird, nicht aus demjenigen der auf der Überbewertung von Importen beruht.

Weitere Informationen

Budjan, Angelika J., and Andreas Fuchs (2021). Democracy and Aid Donorship. American Economic Journal: Economic Policy, Volume 13, Issue 4, Pages: 217–38.

Fast die Hälfte der Staaten der Welt leistet bilaterale Entwicklungshilfe. Während frühere Forschungsarbeiten die Gruppe der Geberländer als exogen betrachten, wird in diesem Artikel ein neuer Datensatz über die Entwicklungsgeber eingeführt, der alle Länder der Welt, sowohl die reichen als auch die armen, abdeckt, und es werden die Determinanten der Einrichtung eines Hilfsprogramms untersucht. Es wird argumentiert und empirisch gezeigt, dass demokratische Institutionen die Einrichtung eines Hilfsprogramms in reicheren Ländern unterstützen, in ärmeren Ländern jedoch untergraben. Die Ergebnisse halten auch bei Regressionen mit Instrumentalvariablen und wir beobachten ein ähnliches Muster für die Höhe der Hilfszusagen.

Weitere Informationen


Stellen­anzeigen

Interdisciplinary PhD Position at University of Groningen

The Faculty of Arts and the Faculty of Economics and Business at the University of Groningen offer a four-year PhD scholarship within the joint interdisciplinary project „A recipe for resilience or for disaster? Assessing the impact of humanitarian aid on t recipient societies“. The project investigates whether humanitarian aid contributes to the resilience of crisis-affected societies or on the contrary further exposes them to disasters.

The preferred starting date is September 1st, 2022. Applications can be submitted until May 30th, 2022.

For further details on the position and the project, please see the vacancy.

Stelle als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in an Professur für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Entwicklungsökonomik der Georg-August-Universität Göttingen

Die Professur für Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Entwicklungsökonomik der Georg-August-Universität Göttingen sucht eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in mit einem abgeschlossenen wissenschaftlichen Hochschulstudium (Diplom (univ.), Master oder vergleichbar).

Die Stelle ist zunächst auf drei Jahre befristet mit der Option auf Verlängerung und soll frühestens zum 1. September 2022 besetzt werden. Die Aufgaben umfassen unter anderem eigene Forschung und Mitarbeit in Forschungsprojekten der Professur sowie die Durchführung von Lehrveranstaltungen im Bereich Makroökonomik und Entwicklungsökonomik. Zudem bietet die Stelle die Möglichkeit zur Promotion.

Die Bewerbungsfrist ist der 5. Mai 2022.

Weitere Informationen können der Stellenausschreibung entnommen werden. 


Veranstal­tungshin­weise

Call for Papers: Research Conference on „Sustainability in Global Value Chains“

The Research Conference on „Sustainability in Global Value Chains“, jointly organized by The Research Network Sustainable Global Supply Chains and the United Nations Industrial Development Organization (UNIDO), will take place on 7 December 2021 and is part of the Forum on Globalization and Industrialization (FGI 2021) held on 6 December 2021. It aims to bring together empirical research on sustainability topics in global value chains.

The organizers welcome submissions of full-length papers using micro and macro analyses, as well as quantitative and qualitative approaches. Interested applicants can submit the extended abstract by 31 May 2021 and the paper by 30 July 2021.

Further details on the conference as well as on the submission of papers can be found here.

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