2024 German Development Economics Conference

The 2024 German Development Economics conference took place on 23-24 May, 2024, and was hosted by the Leibniz University Hannover. The annual conference brings together international scholars and researchers of development economics and neighboring fields. Plenary sessions with keynote speakers, parallel sessions with contributed papers, and poster sessions will reflect the current state of research in development economics and provide a forum for exchange for researchers and practitioners.

© Daniel Vogl / LUH
Conference participants (© Brajan Gruszka / LUH)
Keynote Speakers

Sandra Sequeira (London School of Economics)
Tavneet Suri (MIT Sloan School of Management)

Local Organizer

Martin Gassebner (Leibniz Universität Hannover)

Program Chair

Krisztina Kis-Katos (University of Göttingen)

Selection Committee

Axel Dreher (Heidelberg University), Andreas Fuchs (University of Göttingen), Martin Gassebner (Leibniz University Hannover), Esther Gehrke (Wageningen University), Michael Grimm (University of Passau), Isabel Günther (ETH Zürich), Krisztina Kis-Katos (University of Göttingen), Christian Leßmann (TU Dresden), Matthias Schündeln (Goethe University Frankfurt) and Rainer Thiele (Kiel Institute).

Submission

The CfP closed on February 15.

Program

The program can be found here.

Call for Papers – Fragile Lives 2024

Fragile Lives 2024 is an international expert conference on the use of rigorous, scientific evidence for the development of knowledge-based policy interventions in fragile, conflict-affected and under-developed scenarios. It will focus specifically on how poly-crises shape individuals, institutions, and interventions at the micro-level and the policies that can boost resilience and coping capacities in the context of these shocks.

Fragile Lives 2024 will take place on 1 & 2 October 2024 at Unter den Linden 6, 10117 Berlin in Germany. It is organized jointly by the Zero Hunger Lab of Humboldt-University of Berlin with IRI THESys and Leibniz Institute of Vegetables and Ornamental Crops (IGZ).

In addition to its panel sessions and keynote speeches, Fragile Lives 2024 will also host the annual workshops of the Households in Conflict Network (HiCN), the Leibniz Environment And Development Symposium (LEADS), and the Methods Working Group of German Association for Peace and Conflict Studies (AFK Methods), enabling a unique level of interaction between experts from international donor organizations, practitioners, and cutting-edge academic research.

The submission deadline for all calls is 10 May 2024. Any full paper submitted may be considered for a special issue proposal for the Journal of Peace Research. The organizers may be able to offer support for travel costs for a limited number of junior / Global South researchers. Further information can be found here.


Forschung der Mitglieder

Danzer, Alexander M., and Lennard Zyska. 2023. „Pensions and Fertility: Microeconomic Evidence.“ American Economic Journal: Economic Policy, 15 (2): 126-65. DOI: 10.1257/pol.20200440

Eine althergebrachte theoretische Behauptung lautet, dass Kinder als Altersvorsorge ihrer Eltern dienen, wenn keine staatlichen Sozialversicherungssysteme existieren. Aber wie lässt sich diese Hypothese empirisch überprüfen? Der Aufsatz untersucht den Zusammenhang indem wir die Einführung eines umfassenden und finanziell lukrativen Rentensystems in Brasilien unter die Lupe nehmen. Während Angestellte in Ballungsräumen schon seit mehreren Jahrzehnten in ein staatliches Rentensystem einzahlen, erhielten Beschäftigte und Selbständige im ländlichen Raum Brasiliens erst mit der Verfassungsreform von 1991 Zugang zu einer staatlichen Altersvorsorge. Die Forschung zeigt, dass betroffene Frauen, die in jungen Jahren Ansprüche für das staatliche Rentensystem erwerben konnten, tatsächlich weniger Kinder bekamen. Im Vergleich zur Kontrollgruppe (Frauen in städtischen Siedlungsgebieten, für die keine Änderung in der Altersvorsorge vorgenommen wurde) gebaren die von der Einführung des Rentensystems betroffenen Frauen bis zum Alter von 45 im Durchschnitt 1,3 Kinder weniger, und damit unter 4 Kindern pro Frau. Dies beschleunigte den ohnehin seit vielen Jahrzehnten zu verzeichnenden Geburtenrückgang im ländlichen Brasilien. Damit verschärfte die Rentenreform die demographischen Unterminierung des umlagefinanzierten Rentensystems in Brasilien.

Liebenehm, Sabine, Ingmar Schumacher, and Eric Strobl. 2023. Rainfall Shocks and Risk Aversion: Evidence from Southeast Asia. American Journal of Agricultural Economics. https://doi.org/10.1111/ajae.12403

Die empirische Evidenz zur zeitlichen Stabilität der Risikoaversion und zur Rolle exogener Schocks ist nicht schlüssig. In diesem Beitrag greifen wir dieses Problem auf und analysieren, ob und inwieweit sich die Risikoaversion als Reaktion auf Niederschlagsschocks in einem landwirtschaftlichen Kontext ändert und welche Rolle Veränderungen bei den Erträgen und den Preisen als zwei mögliche Kanäle spielen. Wir untersuchen dies sowohl in einem einfachen theoretischen Modell als auch in einer umfangreichen empirischen Studie. Das theoretische Modell sagt voraus, dass Haushalte, die entweder Nettoverkäufer, -käufer oder autark sind, unter Vorsichtsbedingungen ihre Risikoaversion erhöhen. Um die Vorhersagen des Modells zu testen, verwenden wir einen Paneldatensatz mit denselben 1.005 Befragten aus Nordostthailand und Zentralvietnam (TVSEP), die in fünf Erhebungswellen zwischen 2008 und 2017 befragt wurden, und kombinieren ihn mit historischen Niederschlagsdaten auf Dorfebene, um negative Niederschlagsschocks zu erfassen. Unsere empirische Strategie nutzt exogene Variationen des Zeitpunkts, des Ortes und des Ausmaßes von Niederschlagsdefiziten, um deren Auswirkungen auf die Risikoaversion zu ermitteln. Wir stellen fest, dass Niederschlagsmangel die Risikoaversion der Befragten erhöht, ein Ergebnis, das über alternative Spezifikationen hinweg bemerkenswert stabil ist.Der Haupteffekt von Niederschlagsmangel auf die Risikoaversion ist bei den Nettokäufern am größten und bei den Nettoverkäufern etwa halb so groß. Autarke Haushalte weisen keinen signifikanten Effekt auf. Obwohl Niederschlagsdefizite zu erheblichen Einbußen bei den landwirtschaftlichen Erträgen und einem signifikanten Anstieg der Preise führen, deutet die Mediationsanalyse darauf hin, dass diese Marktmechanismen keine signifikante Rolle spielen, abgesehen von einem kleinen statistisch signifikanten Mediationseffekt der Preise bei Nettokäufern. Unser Ergebnis, dass Niederschlagsdefizite zu einem signifikanten Anstieg der Risikoaversion führen, insbesondere bei Haushalten, die beim Kauf von Nahrungsmitteln von den lokalen Märkten abhängig sind, hat potenziell wichtige Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und die Armutsdynamik. Ein erhöhtes Maß an Risikoaversion kann Investitionen, z.B. in eine vorteilhafte Technologie, untergraben, zu entgangenen Erträgen führen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, unter die Armutsgrenze zu fallen.

Weitere Informationen


Stellen­anzeigen

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)

Am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre: Wirtschaft und Gesellschaft des Nahen Ostens (Prof. Dr. Christine Binzel) ist zum 1.10.2024 die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters / einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin (m/w/d) zu besetzen.

Die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Qualifikation (Promotion) ist in einem der Forschungsbereiche der Professur (Entwicklungsökonomie, Wirtschaftsgeschichte, Politische Ökonomie, Angewandte Mikroökonomie) am Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der FAU gegeben. Die Teilnahme an relevanten Kursen des Bavarian Graduate Program in Economics (http://www.bgpe.de/) wird erwartet. Ein Forschungsinteresse zum Nahen Osten ist nicht zwingend notwendig.

Es handelt sich um eine Teilzeitstelle mit 70% einer Vollbeschäftigung und damit 3,5 SWS Lehre pro Semester. Die Stelle ist befristet für zunächst drei Jahre; eine Verlängerung ist möglich. Eingruppierung je nach Qualifikation und persönlichen Voraussetzungen: Entgeltgruppe 13 TV- L. Die Möglichkeit von Home-Office an bestimmten Werktagen ist nach Absprache gegeben.

Bewerbungen werden bis zum 19.05.2024 entgegengenommen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Postdoctoral Researcher in Economics at Wageningen University

The Section Economics based at Wageningen University is inviting applications for a two-year postdoctoral fellowship position starting on October 1, 2024. As postdoctoral researcher, you will work in a NWO funded project focusing on the intra-household allocation of educational resources in low- and middle income countries. In particular, you will be responsible for the preparation and implementation of a field experiment in Indonesia. Your tasks include experiment and survey design, communication with research partners, data analysis and drafting of articles in close collaboration with the team members. You are expected to dedicate at least 75% of your research time to this project, while the remaining 25% can be spent on your own research initiatives.

All applications should be submitted by June 2, 2024. Further information can be found here.


Veranstal­tungshin­weise

Call for Papers: Africa in the global economy – Uncertain future in turbulent times?

The 2nd edition of the international research conference „Africa in the global economy – Uncertain future in turbulent times?“ hosted by the German Institute of Development and Sustainability (IDOS) will take place in person on 5-6 December 2024 in Bonn, Germany. The organizers invite scholars to submit abstracts on their work on deepened economic relationships within Africa and with external partners until 1 May. The conference is jointly organized by IDOS, AERC, Boston University, ERF, the Nelson Mandela School of Public Governance and the Research Network Sustainable Global Supply Chains.

Further details can be found here.

Call for Papers – „Finance and Development“ Workshop

Financial systems are developing rapidly around the global South. These developments increase the need for research into their effects, especially regarding issues of financial inclusion and individual as well as institutional responses.

To this end Heidelberg University’s South Asia Institute and the Department of Economics will host the sixth annual workshop “Finance and Development” in Heidelberg, Germany, on May 16 in the afternoon and May 17, 2024.

Deadline for submitting full papers and presenter nominations is February 2, 2024, with selection decisions to follow by March 8.

Further information can be found here.

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